Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

ich habe die Verantwortung für diese Schule und die Menschen, die in ihr leben, lernen und arbeiten abgegeben. Diese Verantwortung habe ich bis zum letzten Tag immer sehr ernst genommen und alles was in meinen Möglichkeiten lag getan, um ihr gerecht zu werden. Nun beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt auf den ich mich freue.

Wir sind 2012 angetreten, eine neue interkommunale Gesamtschule aufzubauen.

Wir, das waren an dieser Schule zuerst Frau Koenen-Sliwka und ich und schnell kam Frau Schlüchtermann dazu. In einem jetzigen Differenzierungsraum des Jahrganges 8 am Standort Ennigerloh organisierten wir den Start der Schule und stellten die ersten Lehrerinnen und Lehrer ein. Dort ging es los, das Abenteuer Gesamtschule.

Gemeinsam mit dem Gründungskollegium planten wir die grundlegende pädagogische Ausrichtung der Schule. Im Mittelpunkt aller unserer Überlegungen stand, alle Schülerinnen und Schüler in allen Bereichen bestmöglich zu fördern und zu fordern und sie zu befähigen, Verantwortung für sich und die Gesellschaft zu übernehmen. Respektvoll miteinander umzugehen und gewaltfrei zu kommunizieren und andere Lebensformen wertzuschätzen.

Mit viel Power und Engagement starteten wir.

Jedes Jahr kamen dann neue Menschen dazu und die Schule wuchs rasant. Es begann die Zeit des Aufbaus mit allen Herausforderungen bis heute.

Die Aufbaujahre waren geprägt durch:

  • viele neue Menschen, die es einzuarbeiten galt.

  • jedes Jahr neue Lehrkräfte

  • bauliche Herausforderungen, verbunden mit jährlichen Umzügen der Teamräume, Arbeitsräume und Klassenräume. Baulärm, Schmutz und Provisorien. Aber es hat irgendwie immer geklappt und wir haben diese Herausforderungen bewältigt.

  • gesellschaftliche Herausforderungen, Inklusion, die Aufnahme vieler Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und zu uns kamen, bis hin zur aktuellen Pandemiesituation

  • und als besondere Herausforderung unserer Schule mit ihren jetzt 3 Standorten.

Die Aufbaujahre waren aber auch geprägt durch:

  • viele tolle Erlebnisse mit euch Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kolleginnen und Kollegen.

  • ein Schulleitungsteam, das wirklich ein Team war und gemeinsam auch in schwierigen Situationen zusammenhielt und nicht locker ließ, die Schule weiterzuentwickeln und die gemeinsame Vision nicht aus dem Auge verloren hat.

  • ein Kollegium, dass immer mit viel Engagement und Liebe zu den Kindern und Jugendlichen alles gegeben hat. Seine Arbeit und Engagement trägt diese Schule.

  • erstaunliche Erfolge, die viele Schülerinnen und Schüler erreicht haben. Kinder mit Förderbedarf, die einen Schulabschluss erreicht haben, Kinder mit Hauptschulempfehlungen, die jetzt unsere Oberstufe besuchen, Kinder mit wenig Selbstvertrauen, die auf der Bühne vor großem Publikum zu bewundern waren und und und

  • kreative Aktionen wie das Bilderband zwischen den beiden Standorten, Projekttage und unvergessliche Momente wie die vielen Entwürfe für barrierefreie Geschäfte, die im Ratssaal der Stadt Ennigerloh lagen.

  • eine engagierte Elternschaft, die durch den Förderverein und die Schulpflegschaft die Schule fördernd und kritisch begleitet hat. Besonders bedanken möchte ich mich bei unserem jetzigen Schulpflegschaftsvorsitzenden Herrn Uphues, der unsere Interessen auch in der LEIS im Vorstand engagiert vertritt und bei der Schulpflegschaftsvorsitzenden Frau Maskort. Bei Frau Bullinger, für ihre vielen kritischen Anmerkungen auf unterschiedlichen Ebenen, bei allen aktiven Mitgliedern des Fördervereins, die für die Schule viele Perspektiven eröffnen, wie die jetzt anstehende Neugestaltung des Schulhofes in Neubeckum. Ohne ihr Engagement wären vielen Entwicklungen in der Schule nicht möglich. Ich wünsche Ihnen, dass sie in der Elternschaft noch mehr Unterstützung erhalten und es auf den Schulpflegschaftssitzungen nicht nur kritische Stimmen gibt, sondern auch Eltern , die bereit sind, sich für die Weiterentwicklung der Schule einzusetzen. Für das Vertrauen, dass Sie mir und dem Kollegium entgegengebracht haben möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

 

Wie im Märchen nehme ich mir heraus Wünsche frei zu haben.

Ich wünsche dieser Schule und euch

  • ein voll ausgebautes (den Anforderungen der 3 Standorte entsprechendes) Schulleitungsteam, das wie bisher eng und loyal als Team zusammenarbeitet, seine Visionen im Auge behält aber offen ist für Neues. Kritisch bleibt und das eigene Leitungshandeln immer wieder auf den Prüfstand bringt und gemeinsam um Verbesserungen ringt.

  • ein Kollegium, das die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellt und sich die Liebe zu den Kindern und Jugendlichen erhält. Das sich seine Offenheit bewahrt, sich weiterhin gegenseitig unterstützt und auch in schwierigen Situationen trägt. Ein Kollegium, das wie jetzt mit viel Engagement die Schule weiterentwickelt.

  • eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Elternschaft und ein gemeinsames Ringen, die Schwierigkeiten der Kommunikation zu verbessern und viele Eltern, die sich auch aktiv an der Weiterentwicklung der Schule beteiligen.

  • eine Schülerschaft, die uns immer wieder neu herausfordert ihr gerecht zu werden und die uns immer wieder so bereichert.

  • der Schule wünsche ich Konstanz beim Personal, bei den Räumen, bei den Vorgaben. Zeit Vorgaben von der Planung bis zur Evaluation und den anstehenden Verbesserungen umzusetzen und eine weniger schnelle Taktung an weiteren Erneuerung die einzuführen sind.

  • Schulträger, die Bildung wie bisher auch sehr ernst nehmen, und die Schule in ihrer Entwicklung weiterhin gut begleiten und die Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen.

Für die vielen wertschätzenden Geschenke möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Bedanken möchte ich mich auch für die 1290 bunten Karten mit euren lieben Worten für mich.

Ich werde euch sehr vermissen.

Mit herzlichen Grüßen

Ellen Greiwe

(Schulleiterin im Ruhestand)

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